2015-03-21

Problemkind oder Problemeltern?

Was hat dieser Post mit Hochsensibilität zu tun? Auf den ersten Blick nicht gleich zu erkennen. Es geht aber um Empfindsamkeit. Wir alle, ob hochsensibel oder nicht, sind Wesen, die in der Liebe aufblühen. Das fängt schon im Mutterleib an. Was dann geschieht, wie wir uns entwickeln, hängt maßgeblich von unseren Eltern ab. Kein Problemkind wird als Problemkind geboren. Oder doch? Nicht, wenn man den Worten von Robert T. Betz Glauben schenkt. Kinder! Kinder! Wonach sich Kinderseelen sehnen ist wirklich hörenswert. Demnach sind Bezeichnungen wie Problemkind sehr ungerecht dem Kind gegenüber, denn der Lösungsansatz in den Problematiken, die wir mit unseren Kindern erleben, liegt bei uns. Welche Signale senden wir unseren Kindern? Wie behandeln wir sie? Aber vor allem, wie sind wir zu uns selbst? Von der ersten Sekunde an bekommt das entstehende Leben alle Reize mit. Es fühlt mit. Kinder haben sehr feine Antennen dafür, wenn es darum geht, Schwingungen, die wir Erwachsene aussenden, zu interpretieren. Sie fühlen, denken und wissen so viel mehr, als wir wahrnehmen. Und wie äußern sie es? Ungehemmt auf jede erdenkliche Weise. Lachen, weinen, brüllen, schweigen. Und warum muss ich als Mutter oder Vater auch an mich denken? Damit ich gut sein kann zu meinem Kind. Ich kann nur gut zu mir und meinem Kind sein, wenn ich auch meine Bedürfnisse wahrnehme. Das alles vermittelt Robert Betz in seiner Rede. Unsere Kinder sind unsere Spiegel. Demnach können wir unheimlich viel von ihnen (über uns) lernen, wenn wir hinschauen, hinhören und hinfühlen.

Das bringt mich zurück zu einem Artikel, den ich vor einer Weile schrieb. Muttersein. Da verwendete ich bereits den Begriff der sogenannten Problemkinder (Von Betz wusste ich da aber noch nichts). Dann bringt es mich auch wieder zurück zu meinem Artikel "Wer sind wir?" in dem ich darüber philosophiere welche Faktoren dafür verantwortlich sein könnten, dass wir so sind wie wir sind. Irgendwie alles verwandte Themen, die sich so im Laufe der letzten Monate ergeben haben.

Als Abschluss noch: Warum diese mangelnde Akzeptanz unseren Kindern gegenüber für ihre Einzigartigkeit? Weil wir uns ohnmächtig fühlen. Warum ist es so schwer unsere Kinder so zu lieben, wie sie sind? Ist es, weil wir selbst nicht gelernt haben uns so wert zu schätzen, wie wir sind? Wir waren auch nie gut genug! Hm, ich finde es ist Zeit, diesen Kreis zu durchbrechen.

2015-03-11

Warum ich Kaffee meide

Weil er mir nicht bekommt. Punkt. Eigentlich ist es so einfach und doch wusste ich lange nicht, woran es lag. Jetzt, wo ich weiß, dass ich hochsensibel bin, habe ich bereits oft gelesen, dass Hochsensibilität und Kaffeekonsum mit Vorsicht zu genießen sind, da das Koffein Reizüberflutung nährt. HSP sollten daher möglichst komplett auf Koffein verzichten. Ich habe jahrelang Kaffee getrunken. Nicht viel und mit viel Milch, sodass es gerade einmal eine Tasse schwarzer Kaffee pro Tag war, aber genug, um manchmal den ganzen Tag mit einem Unwohlsein herumzulaufen. Eigentlich ist es ja ganz einfach. Auf Kaffee verzichten. Aber ich fragte mich eben, woran es lag, denn ab und an ein Tässchen Kaffee schmeckte mir ja auch. Also, hab ich irgendwann den Tipp bekommen es mit magenschonenden Kaffee zu probieren. Das vertrug ich zwar besser aber trotzdem hatte ich tagesformabhängig immer noch mit Unwohlsein zu kämpfen. Das war nicht immer gegeben, aber doch immer wieder. Wovon das abhing, konnte ich nicht ausmachen. Dann kamen Schwangerschaft und Stillzeit und ich verzichtete komplett auf Kaffee. Danach habe ich auch nicht wieder angefangen. Es gibt ja auch guten Kaffeeersatz! :) Ähnlich mit Alkoholkonsum. Ich bin sogar bekennende alkoholfrei Biertrinkerin geworden. :) Schmeckt mir besser, als mit Alkohol, denn Alkohol hat auch den unangenehmen Nebeneffekt, dass ich davon müde werde.

Ich frage mich nun, wie geht es anderen HSP mit dem Thema Kaffeekonsum? Trinkt ihr Kaffee? Wenn ja, wieviel und wie vertragt ihr ihn?