2013-09-24

Was fühlst du?

Es ist nicht so wie du denkst
Es ist wie du fühlst
Die Gedanken kommen und gehen
Das Gefühl bleibt
Was fühlst du?

Diese Gedanken kamen mir vor ein paar Tagen... und als ich sie so aufschrieb, dachte ich, dass sie sich auch gut als Gedicht machen. Ich befasse mich zur Zeit mit dem Thema Mental Healing und dabei geht es darum (wieder) zu lernen mehr zu fühlen, auf seine innere Stimme zu hören, die intuitiven Fähigkeiten zu entdecken, die in unserer materialistischen Welt meist total untergraben werden. In unserer Welt werden überwiegend nur rationale Entscheidungen akzeptiert. Dies macht uns aber schlichtweg krank, weil der Mensch eben keine Maschine ist und die Seele ein Teil von uns ist. Diese müssen wir aber wieder lernen zu erfahren.

Dabei kam mir der Gedanke, dass sogenannte hochsensible Menschen vielleicht gar nicht wirklich sensibler sind als andere, sondern einfach noch mehr in Kontakt mit ihrer Seele stehen bzw. die Seele den Kontakt zu ihnen wehement sucht? Sie fallen oft negativ in unserer Gesellschaft auf, als "Sensibelchen", weil die Seele keinen Platz mehr in unserer Welt des rationalen Denkens hat, das uns von klein auf antrainiert wird.

Was denkst, bzw. fühlst du? :o)

2013-04-07

Zeit für mich - als Mutter und HSP (erste Zeit nach der Geburt)

Als frisch gebackene Mama ist im Moment nicht viel Zeit zum schmökern und schreiben. Trotzdem versuche ich immer wieder Lücken zu finden. Zeit für mich. Das ist gar nicht so einfach und doch merke ich, dass es unendlich wichtig ist, damit ich ausgeglichen bleibe und meine Reserven wieder auffüllen kann. Für das neue, noch so zarte (hochempfindsame?) Wesen und für mich. Für ein harmonisches Zusammenleben. Ich weiß ich bin stark, ich bin stolz auf mich, wie ich die letzten drei Monate gemeistert habe. Mein Mann war mir da eine unersetzliche Hilfe ... und trotzdem. Ich genieße viel Zweisamkeit mit dem neuen Wesen. Wir lernen uns jeden Tag besser kennen und ich weiß, diese Zeit kehrt nie zurück

Trotzdem frage ich mich. Schaffe ich das ein 2. Mal? Ich frage mich, wie all die Mütter dieser Erde mehrere Kinder gleichzeitig großziehen. Könnte ich das oder würde ich vor Erschöpfung zusammenbrechen? Ist es für mich stressiger Mutter zu sein, weil ich hochsensibel bin? Bin ich weniger belastbar? Ja und nein. Bisher habe ich eher gehört, dass HSP weniger belastbar seien. Ich stimme dieser These nur bedingt zu. Ich merke zwar im alltäglichen Leben (auch ohne Kind), dass ich schneller überreizt bin. Doch bin ich auch immer wieder erstaunt über mich selbst, welche Reserven noch in mir schlummern, wenn es darauf ankommt zu funktionieren. Zum Beispiel war mein Mann nach einer Woche ständigen Wachwerdens in der Nacht so kaputt, dass bei ihm gar nichts mehr ging. So unausgeschlafen war er mir auch keine Hilfe mehr, im Gegenteil. Für mich war es auch anstrengend. Ich würde sogar behaupten noch anstrengender, weil ich ja noch stillte und noch viel weniger schlafen konnte. Dazu noch die anstrengende Geburt und trotzdem hatte ich das Gefühl, diesmal war bei ihm das Limit schneller erreicht. Woran lag das?
Sind es meine Hormone, die in mir ungeahnte Kräfte freisetzen oder liegt es an meiner Hochsensibilität? Bis heute schlafe ich max. 4Std am Stück und das seit über 3 Monaten. Es geht - auch wenn es anstrengend ist, keine Frage. Aber ich laufe nicht total übernächtigt herum - im Gegenteil - jeder sagt mir, wie gut ich aussehe! Das macht mich sehr stutzig. Vielleicht ist es einfach das neue Leben an meiner Seite, das mir ungeahnte Kräfte verleiht, meine Stimmung hebt und mich anspornt.

Mich würde interessieren, wie habt ihr als HSP (oder auch gerne nicht HSP) die erste Zeit nach der Geburt eures geliebten Wesens erlebt? Oder seid ihr evtl. Eltern von mehreren Kindern? Wie meistert ihr den Alltag? Über Erfahrungsaustausch würde ich mich freuen!